AleXX 1 Oct 2008 - 19:20 AleXX Oje Gerald Jonathan
Ihr ahnt ja nicht, was ich mir heute nacht geleistet habe….
Klein Jonathan schläft wunderbar und ich gehe - mal wieder viel zu spät - gegen 23:30 Uhr in die Heia. Schlafe selig, bis mich Gekrähe von nebenan weckt. Ich krieche aus dem Bett, müde wie immer, und spähe im Vorbeigehen auf den im Flur neben dem Nachtlicht platzierten Wecker. Er zeigt mir an: zehn nach sechs. Juhu denke ich mir, der kleine Herr hat mal wieder brav durchgeschlafen! Fröhlich betrete ich das Kinderzimmer, knipse das schummrige Mondlicht an und begrüße meinen Knopf mit einem herzhaften "Guten Morgen!". Schühchen an, damit er keine kalten Füße bekommt und gleich auf ins Bad, weil meine Blase drückt. Im Bad empfängt mich mein Göttergatte mit den Worten: "Oh, soll ich das Licht ausmachen?" Das verwirrt mich schon ein wenig, ich drücke ihm aber einfach, begleitet von einem "Schau mal, der Papa ist auch schon wach!", kurzentschlossen den Kleinen in den Arm, damit ich mich erleichtern kann. Wie ich mir die beiden perplex blickenden Männer so ansehe, steigen bereits leichte Zweifel in mir auf. "Wie spät ist es?" frage ich unsicher. "Zwei Uhr fünfunddreißig!" antwortet mir mein Mann.
Ach du Sch…e! Schnell Hände waschen und den Kleinen wieder ins Kinderzimmer schleppen. Auf dem Weg dorthin erkläre ich ihm, dass die Mama einen Fehler gemacht hat und wir jetzt doch ganz schnell noch mal schlafen müssen. Spontan entscheide ich, das Abendritual einfach noch mal durchzuziehen. Also: Kind in Decke wickeln, Abendlied summen und in der Stillecke anlegen. Jonathan trinkt begeistert, hat aber die Augen sperrangelweit offen, auch 10 Minuten später noch. Als ich ihn dann ins Bett verfrachte, ist er aber Gott sei Dank sehr lieb. Der Sog des Rituals entfaltet seine wunderbare Wirkung. Er braucht zwar eine halbe Stunde, bis er wirklich wieder schläft, aber dann hat er es bravourös geschafft, über meinen verfrühten Weckdienst hinwegzukommen.
Nur ich bin glockenwach. Die ganze Aktion hat mich so viel Adrenalin ausschütten lassen, dass ich gegen halbvier immer noch Herzklopfen und Schweißhände habe. Ich krieche ins Wohnzimmer und surfe ein wenig, um wieder runter zu kommen. Gegen halbsechs schlafe ich endlich ein. Um viertel vor sieben kommt Gerald und weckt mich, weil Nils zur Schule muss. Ich fühle mich sterbenselend.
Ich schwör, ich bestell mir auf der Stelle einen Digitalwecker!!!